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Wie ich aufgehört habe zu suchen und bei mir angekommen bin

 

 

Ich glaube, viele Mamas kennen dieses leise Gefühl, sich irgendwo zwischen Alltag, Verantwortung und den eigenen Gedanken selbst zu verlieren.

Genau so ging es mir lange. Bis ich gemerkt habe, das mir nicht jemand fehlt, sondern das ich mich selbst wiederfinden darf.

 

Es sind diese Zeiten im Leben, in denen man nicht stehen bleibt und sich trotzdem von sich selbst entfernt.

 

Man steht morgens auf, organisiert den Tag, kümmert sich um die Kinder, geht arbeiten, erledigt alles, was erledigt werden muss und oft noch mehr. Man funktioniert, hält den Alltag zusammen und versucht, allem gerecht zu werden. Von außen wirkt das oft ruhig, stark und irgendwie selbstverständlich.

 

Doch innerlich verschiebt sich etwas ganz leise.

 

Es ist kein großer Bruch, kein Moment, an dem plötzlich alles anders ist. Es passiert schleichend.

Zwischen Verantwortung, Erwartungen und den vielen Gedanken, die man mit sich trägt, wird die eigene Stimme leiser.

 

Nicht weg. Aber leiser.

 

Und irgendwann merkt man, dass man zwar noch da ist, aber sich selbst nicht mehr richtig spürt.

 

Genau so hat es sich für mich lange angefühlt.

 

Ich habe alles geschafft, ich habe funktioniert, ich war für alle da. Aber ich war immer weniger bei mir.

Meine eigenen Bedürfnisse sind in den Hintergrund gerückt, meine Gedanken haben sich um alles andere gedreht, nur nicht um mich.

Und erst mit der Zeit habe ich verstanden, dass mir nicht jemand fehlt.

Sondern dass ich mir selbst ein Stück verloren gegangen bin.

Der Weg zurück beginnt leise

 

 

Der Weg zurück zu sich selbst beginnt nicht mit einer großen Entscheidung und auch nicht mit einem klaren Plan.

 

Er beginnt in kleinen Momenten, die sich zuerst unscheinbar anfühlen.

 

In einem ruhigen Abend, an dem niemand etwas von einem möchte. In einem Moment, in dem man innehält und merkt, dass man gerade nichts leisten muss. In einem Augenblick, in dem man sich selbst wieder zuhört, ohne sich zu bewerten.

 

Ich habe angefangen, mir selbst wieder näher zu kommen, nicht bewusst geplant, sondern eher vorsichtig und Schritt für Schritt. Ich habe gespürt, wann mir etwas zu viel wird, wann ich Abstand brauche und wann sich etwas richtig anfühlt, auch wenn ich es nicht erklären kann.

 

Und genau dort hat sich etwas verändert.

 

Langsam, aber spürbar.

 

 

 

Ich habe verstanden dass ich keine Hälfte bin

 

 

Lange Zeit war da dieser Gedanke, dass irgendwo jemand sein muss, der zu einem gehört, der etwas ergänzt, der vielleicht das erfüllt, was man selbst nicht hat.

 

Diese Vorstellung klingt schön, aber sie lässt uns oft glauben, dass wir nicht vollständig sind.

 

Heute weiß ich, dass ich nie eine Hälfte war.

 

Ich bin ein ganzer Mensch.

 

Mit meinen Erfahrungen. Mit meinen Stärken. Mit meinen Unsicherheiten.

 

Alles, was ich erlebt habe, gehört zu mir. Auch das Schwierige. Auch das, was wehgetan hat. Es hat mich geprägt, aber es hat mich nicht genommen.

 

Ich habe gelernt, dass ich nichts von mir abgeben muss, um richtig zu sein.

 

Und dass ich niemanden brauche, der mich vollständig macht.

 

Ich bin es längst.

 

 

 

Begegnungen fühlen sich heute anders an

 

 

Und trotzdem bedeutet das nicht, dass ich mich verschließe.

 

Im Gegenteil.

 

Ich merke, dass ich mich wieder öffne, aber auf eine ganz andere Weise als früher. Ohne dieses Gefühl von Druck, ohne diese innere Unruhe, die immer wissen wollte, ob etwas passen muss oder ob daraus etwas entstehen sollte.

 

Ich gehe wieder hinaus in die Welt und lasse Begegnungen zu, so wie sie kommen. Ruhiger, klarer und vor allem ohne Erwartungen, die mich selbst unter Druck setzen.

 

Ich schaue hin, ich höre auf mein Gefühl und ich nehme mir die Freiheit, ehrlich zu spüren, ob sich etwas stimmig anfühlt oder eben nicht.

 

Und das Entscheidende ist, dass ich nichts mehr erzwingen möchte.

 

Wenn jemand in mein Leben tritt, dann nicht, weil ich ihn brauche, sondern weil er wirklich zu mir und meinem Leben passt.

 

 

 

Ich bin bei mir angekommen auch wenn nicht alles perfekt ist

 

 

Ich glaube nicht daran, dass es diesen einen Punkt gibt, an dem alles fertig ist.

 

Das Leben bleibt in Bewegung und wir verändern uns mit ihm.

 

Aber ich kann sagen, dass ich heute viel mehr bei mir bin als früher.

 

Ich bin ruhiger geworden, klarer in meinen Gedanken und gleichzeitig sanfter mit mir selbst. Ich versuche nicht mehr, perfekt zu sein, und ich habe aufgehört, es allen recht machen zu wollen.

 

Ich weiß, was mir wichtig ist.

Und ich weiß, was ich nicht mehr brauche.

 

Und genau dieses Wissen gibt mir eine Ruhe, die ich lange nicht gespürt habe.

 

 

 

Mein Leben ist nicht unvollständig

 

Es fehlt nichts.

 

Nicht so, wie ich es früher gedacht habe.

 

Mein Leben ist da, jeden Tag, in all seinen Facetten. In den lauten Momenten und in den stillen. In der Nähe zu meinen Kindern, in den Gedanken, die mich begleiten, und in diesem Gefühl, wieder bei mir selbst angekommen zu sein.

 

Wenn jemand dazu kommt, dann ist das schön.

 

Aber es ist kein Muss.

 

Ich warte nicht mehr darauf, dass etwas beginnt, weil ich verstanden habe, dass ich längst mittendrin bin.

 

In meinem Leben.

Und bei mir.

 

Und genau das fühlt sich zum ersten Mal seit langem wirklich richtig an.

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